Computability

Talk in the context of the seminar
„Introduction to Digital Media“
by Peter von Maydell, Frieder Nake
in the Winter Term 2017/18 at the University of the Arts Bremen

The Bremen international Masters program of study is offered jointly by the University of Bremen
and the University of the Arts, Bremen. They grant the degrees of a Master of Science (M.Sc.) and a
Master of Art (M.A.), resp.
Goals are: Students gain a good understanding of Digital Media – conceptually, historically, technically, aesthetically, in theory and practice. When their friends ask them, what it is that they are doing, they should be able to explain in simple and clear terms. The seminar gains to establish the foundation for this.

Vortragsbeschreibung
Wir können Programmcodes auffassen als entkörperlichte Handlungsketten, die sich über das Zwischenstadium des Zeichensystems, in ein Material einprägen müssen, um ihre Wirkung entfalten zu können. Im Zuge der Programmierung findet ein Übersetzungsprozess statt, Denkprozesse werden in maschinelle Handlungsprozesse überführt. Der Formalisierung, d.h. der Anwendbarkeit unabhängig von konkreter Einsicht, kommt dabei eine wichtige Verbindungsrolle zu. Formale Methodik will unreflektierte Wiederholbarkeit schaffen, ein Fundament von Voraussetzungen, das zwar immer mit im Spiele ist, aber nicht immer aktualisiert werden muss. Codes beschreiben objektiviertes Wissen, das durch Ausführung der einzelnen Anweisungen operativ wird. Programme sind eine Form von Handlungstheorie, die Holling und Kempin als implementierte Theorie bezeichnen. Unter einer Implementierung versteht man dabei die Umsetzung eines formalen Verfahrens – also eines Algorithmus – in eine Maschine. Dort kann der Prozess dann vollkommen losgelöst vom Programmierer ablaufen. In diesem Bild sind Codes das Scharnier, das menschliches Denken mit maschineller Handlung verbindet.